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#1

Paullina Simons - Die Liebenden von Leningrad

in Bücherregal 29.08.2020 09:17
von Ida Sonnenschein • Federlibelle | 91 Beiträge | 506 Punkte

Bei dem Buch, dass ich euch heute vorstellen möchte, handelt es sich um den ersten Band von vier. Erst wollte ich heute über alle vier schreiben, aber das wär sehr viel geworden und so würde ich euch einen Band nach dem anderen vorstellen.



Den ersten Band


„Die Liebenden von Leningrad“


habe ich von meiner Mutti geschenkt bekommen und weil der Titel eine Liebesgeschichte versprach, habe ich das Buch mit in den Sommerurlaub genommen. Und es hat mir und meiner Familie den Urlaub ruiniert aber so richtig.


Bei strahlendem Sonnenschein lag ich am Ostseestrand und habe Rotz und Wasser geweint. Mein Mann war so verzweifelt, dass er mir das Buch weggenommen hat und mir verboten hat es weiter zu lesen. Und ich wollte nicht weiterlesen, wollte von all den Tod und Leid nichts mehr wissen, aber ich konnte einfach nicht aufhören und ich musste das Buch im Urlaub bis zu seinem bitteren Ende durchlesen.


Erzählt wird die Liebesgeschichte zwischen Tatiana und Alexander, die genau an dem Tag in Leningrad beginnt als Hitler die Sowjetunion überfällt. An diesen Tag, an dem für alle Sowjetbürger die Welt aus den Fugen geraden ist, trifft Alexander, der als Leutnant der Roten Armee durch Leningrad patrouilliert, auf Tatiana, die ungeachtet der nahenden Katastrophe in aller Seelenruhe auf einer Bank sitzt und ihr Eis isst. Beide spüren sofort, dass sie etwas besonderes verbindet. Tatiana ist glücklich, bis zu dem Moment, an dem sie feststellt, dass Alexander der Mann ist, den ihre Schwester Dascha liebt.
Tatiana bringt Alexander dazu ihre Liebe zu verleugnen und die Liebesbeziehung zu ihrer Schwester aufrecht zu erhalten, denn Tatiana liebt ihre Schwester und um nichts in der Welt würde sie ihr weh tun.
Und während Tatianas Zwillingsbruder den Bomben der Deutschen zum Opfer fällt, Tatianas Vater im Krankenhaus verbrennt und ihre Mutter und Großmutter vor ihren Augen verhungern, versuchen Tatiana und Alexander aller Welt vorzumachen, dass sie nichts füreinander empfinden und stehlen sich doch kurze Momente des Glücks inmitten einer unvorstellbaren Katastrophe.
Alexander versucht Tatianas Familie zu helfen, wo er nur kann, aber auch er kann nicht genügend Lebensmittel besorgen und für ihre Sicherheit kann er erst recht nicht garantieren. Außerdem ist er zerrissen von den Gefühlen, die er Dascha vorspielen muss und die er für Tatiana empfindet.
Im tiefsten Leningrader Winter schafft er es, die beiden jungen Frauen, die letzten Überlebenden ihrer Familie, aus Leningrad heraus zu schmuggeln. Aber da ist Dascha schon zu schwach, sie stirbt auf der Flucht. Allein und krank macht sich Tatiana auf den Weg zu ihren Großeltern in den Ural, nur um dort festzustellen, dass auch diese Beiden verstorben sind.
Nach Daschas Tod kämpft Tatiana wie eine Löwin für ihre Liebe zu Alexander. Weder der Krieg noch Bomben oder der sowjetische Geheimdienst können sie davon abhalten, immer wieder zu Alexander zurückzukehren. Er ist alles, was sie zum Leben braucht, aber er ist auch die größte Gefahr für ihr Leben.



Ich glaube, kein anderes Buch hat mich emotional so berührt, wie dieses. Und auch jetzt, wo ich die Bücher für diese Buchvorstellung noch einmal gelesen habe, hat mich die Geschichte von Tatiana und Alexander so gefesselt, dass ich in einem wahren Rasch drei Bände innerhalb von 4 Tagen durchgelesen habe.



Paullina Simons

Paullina Simons, geboren 1963 in Leningrad, emigrierte Anfang der siebziger Jahre mit ihrer Familie in die USA. Sie arbeitete in Rom und Dallas und war vier Jahre als Wirtschaftsjournalistin in London tätig, bevor sie sich als Fernsehproduzentin in New York niederließ. Mit den Romanen »Die Liebenden von Leningrad«, »Tatiana und Alexander« und »Land der Lupinen« sowie »Land der Freiheit« gelangen ihr internationale Bestseller. Paullina Simons lebt mit ihrer Familie in Brooklyn, New York.

@Carlotta Lila
ich weiß jetzt gar nicht, wenn ich nominieren soll


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zuletzt bearbeitet 29.08.2020 09:29 | nach oben springen

#2

RE: Paullina Simons - Die Liebenden von Leningrad

in Bücherregal 30.08.2020 10:24
von Bree • Federlibelle | 492 Beiträge | 2052 Punkte

Hallo @Ida Sonnenschein

das scheint ja wirklich ein herzzerreißendes Buch zu sein. So ein hartes Schicksal ist schon heftig. Das wäre bestimmt was für meine Mutter, die mag sowas auch gern. Ich selbst weiß gar nicht, ob das was für mich wäre. Bin dann literarisch doch eher für Humorvolles.
Aber dennoch: Danke für den Tipp!

Zitat von Ida Sonnenschein im Beitrag #1
ich weiß jetzt gar nicht, wenn ich nominieren soll

Ich glaube, du könntest entweder @Carlotta Lila oder @Doro nominieren. Die beiden anderen (Josy Burns und Graugnom) haben bereits ein Buch vorgestellt.

LG
Bree


Der Kriminalschriftsteller ist eine Spinne, die die Fliege bereits hat, bevor sie das Netz um sie herum webt.
(Sir Arthur Conan Doyle)

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Alles über meine Bücher & mich findet ihr auf meiner Website: www.brittabendixen.de
Einen eigenen Youtube-Kanal habe ich auch. Dort lese ich einige meine Geschichten.
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#3

RE: Paullina Simons - Die Liebenden von Leningrad

in Bücherregal 30.08.2020 11:26
von Doro • Federlibelle | 291 Beiträge | 1293 Punkte

@Bree , @Ida Sonnenschein,

Ich bin noch im Urlaub und hab leider keine Buchvorstellung vorbereitet. Also bitte erst in einer Woche.

LG
Doro


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#4

RE: Paullina Simons - Die Liebenden von Leningrad

in Bücherregal 31.08.2020 00:42
von Carlotta Lila • Federlibelle | 319 Beiträge | 1391 Punkte

Liebe Ida @Sonnenschein! Oh, das ist sehr dramatisch! Hat was von Dr.Schiwago/Boris Pasternak-zumindest die Liebe zu den zwei Frauen. Ich mag ja solche dramatischen Liebesgeschichten, die dann auch noch im Krieg stattfinden! Ich sehe auch, dass du noch richtig mitten drin in der Handlung bist. Das Buch hat dich richtig erwischt, dann muss es gut sein- vorausgesetzt, das man die Dramen mag(-:
Vielen Dank!
Carlotta Lila- übrigens ich habs jetzt nicht verstanden, wer nominiert wurde. Doro hat um eine Woche verschoben. Soll ich jetzt für nächsten Montag ein Buchvorstellen? Wäre ok für mich.@Doro, du hast verschoben, oder?
LG Carlotta Lila


You see ya can`t please everyone
So ya got to please yourself (Ricky Nelson)
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#5

RE: Paullina Simons - Die Liebenden von Leningrad

in Bücherregal 31.08.2020 09:00
von Doro • Federlibelle | 291 Beiträge | 1293 Punkte

Ja, das wäre mir sehr recht, @Carlotta Lila. Ich stelle dann nächste Woche eins vor.

LG
Doro


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#6

RE: Paullina Simons - Die Liebenden von Leningrad

in Bücherregal 31.08.2020 16:05
von writeandride • Forums-Schmetterling | 96 Beiträge | 390 Punkte

Danke @Ida Sonnenschein, für diesen Buchtipp. Schon beim Lesen deines Posts schnürt es mir die Kehle zu. Ich glaube gern, dass dir das Buch den Urlaub ruiniert hat. Passt so gar nicht zu deinem Forumsnamen ;)
Du hast es verstanden, mich neugierig zu machen und es ist auch wichtig, sich auch heute noch mit der schrecklichen Vergangenheit zu beschäftigen, damit soetwas nie wieder passiert.
Leider weiß ich nicht, ob meine Nerven diese Lektüre aushalten.
Gibt es denn wenigstens den Funken einer Hoffnung für die beiden Liebenden am Ende?? Oder ist alles offen und wird dann im Band 2 fortgesetzt.
LG, Anka


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#7

RE: Paullina Simons - Die Liebenden von Leningrad

in Bücherregal 31.08.2020 17:04
von Ida Sonnenschein • Federlibelle | 91 Beiträge | 506 Punkte

@Bree
@Carlotta Lila
@writeandride
vielen Dank für eure Kommentare.
Normalerweise lese ich nichts über den zweiten Weltkreig, zu sehr belastet mich, was damals alles geschehen ist.
Ich sehe jeden Tag den Glockenturm auf den Etterberg bei Weimar und frage mich immer wieder, wie Menschen soetwas zulassen konnten, wie Menschen soetwas tun konnten.

Aber als ich dieses Buch angefangen hatte zu lesen, konnte ich es nicht weglegen und ich habe ein sehr merkwürdiges Verhältnis zu diesen Buch. Alle meine Bücher lese ich von Zeit zu Zeit wieder, dieses nehme ich nur aus dem Regal und stelle es zurück.

Wenn ich sehen, was gerade mit unserer Welt passiert, was am Wochenende in Berlin passiert ist, sollten wir uns alle an solche Geschichten erinnern und nicht nur, welches unendliches Leid Hitler und seine Schergen verursacht haben, sondern auch, wie menschenverachtend die Diktatur des Proletariats mit ihren Mitmenschen umgegangen ist. Und wie dringend notwendig es ist, für Demokratie und unser selbstbestimmtes Leben einzutreten, auch wenn viele im Moment denken, wir hätten genau das aufgegeben.

Was das Ende der Geschichte betrifft.
Ich habe das Ende damals gefühlte hundert Mal gelesen und habe mir immer wieder gedacht, bei allen, was die zwei durchgemacht haben, kann, darf das nicht das Ende sein.
Meine Befürchtungen wurden erst gestillt, als ich den zweiten Band in den Händen hielt und ich da zuallererst das Ende von diesen Band gelesen habe.


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